Vier Tage gefüllt mit Gemeinschaft und neuen Perspektiven

Vier Tage gefüllt mit Gemeinschaft und neuen Perspektiven

Das BP-Relipäd-Seminar auf der Burg Rothenfels unter dem Motto „Hören-Meditieren-Glauben“

Schon bei der Ankunft am 11. November wurde uns klar: Dieses Seminar würde anders werden. Hoch gelegen, fernab vom Alltag, empfing uns die Burg mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Alte Mauern, weite Ausblicke und die spürbare Ruhe sorgten dafür, dass Arbeit, Schule, Termine und To-do-Listen plötzlich in weite Ferne rückten. Genau der richtige Ort für vier intensive Tage Religionspädagogik, Gemeinschaft und persönlicher Reflexion. 

Nach dem Beziehen der Zimmer, die schlicht, aber gemütlich waren, starteten wir mit einer Willkommensrunde. Schnell entstand ein offener Austausch über unsere bisherigen Praxiserfahrungen: Welche religionspädagogischen Angebote hatten wir bereits durchgeführt? Welche Fragen stellen Kinder zu Glauben, Gott und Kirche? Ein besonderer Impuls gleich zu Beginn: Die freiwillige Einladung, das Handy für die Woche im Zimmer zu lassen. Eine kleine Herausforderung – aber rückblickend eine der besten Entscheidungen, um wirklich anzukommen, zu entschleunigen und sich voll auf das Seminar einzulassen. Ein fester Ankerpunkt der Tage war das gemeinsame Mittagessen, das jeden Tag gegen 12 Uhr stattfand. Hier wurde nicht nur gegessen, sondern gelacht, erzählt und Gemeinschaft gelebt.   

Am ersten Tag gestalteten wir außerdem unsere persönlichen Glaubenswege mit vielfältigem Legematerial. Dabei entstanden sehr individuelle Bilder, die zum Nachdenken anregten und intensive Gespräche ermöglichten. Der Abend klang mit gemeinsamem Singen aus der Liedermappe aus – ein ruhiger, verbindender Abschluss des ersten Tages. 

Der zweite Seminartag begann mit einem kleinen Morgenimpuls: Bewegung, Musik und ein Gebet sorgten schon vor dem Frühstück für einen bewussten Start in den Tag. In unserem gemütlichen Seminarraum beschäftigten wir uns anschließend kreativ mit Tanz als religionspädagogischem Element. In Partnerarbeit entwickelten wir eigene Tänze zu Liedern, die spirituellen Inhalte aufgriffen. Diese Tänze begleiteten uns durch das gesamte Seminar und wurden täglich von unterschiedlichen Zweierteams für die Gruppe angeleitet – ein schönes Beispiel dafür, wie Praxis, Kreativität und Glaube miteinander verbunden werden können. 

Auch außerhalb des Seminarraums gab es Raum für Begegnung. Bei einem kurzen Spaziergang durch das Dorf tauschten wir uns gezielt mit Teilnehmenden aus, mit denen wir zuvor noch weniger Kontakt gehabt hatten. Besonders eindrucksvoll war eine stille Einheit, in der jede Person sich eine Stunde lang mit dem eigenen „persönlichen Kreuz“ beschäftigte. Dieses Kreuz wurde selbst gebastelt und individuell gestaltet – ein sehr persönlicher Moment der Reflexion. Am Abend folgte ein emotionaler Höhepunkt: eine Andacht in der Kapelle der Burg, die viele von uns noch lange in Erinnerung behalten werden. 

Der dritte Tag stand ganz im Zeichen von Spiritualität, Klang und Kreativität. In Kleingruppen entwickelten wir Klanggeschichten zu biblischen Erzählungen und präsentierten sie der Gruppe. Währenddessen durften die Zuhörenden auf Isomatten und Kissen liegen, in Decken eingekuschelt, und einfach zuhören, entspannen und wirken lassen. Ein weiterer Programmpunkt regte zum kritischen Nachdenken an: der Begriff „Kirche“. Jede*r schrieb eine persönliche Rede an die eigene Kirche – ehrlich, kritisch, hoffnungsvoll.  Diese Reden trugen wir bei einer kleinen Wanderung an ganz unterschiedlichen Orten vor, unter anderem vor einem Alpakagehege, was für besondere und teilweise sehr berührende Momente sorgte.  

Der Abend hielt dann noch eine Überraschung bereit: ein spontanes Konzert eines Schulchores, der ebenfalls auf der Burg untergebracht war, bevor wir den Tag gemeinsam bei einer Runde Werwolf ausklingen ließen. Viel zu schnell kam der letzte Tag. Nach dem Frühstück blickten wir in einer gemeinsamen Reflexion auf die vergangenen Tage zurück, bevor es ans Packen ging. Ein letztes gemeinsames Mittagessen bildete den Abschluss, dann hieß es Abschied nehmen und zurück in den Alltag fahren – mit vielen neuen Eindrücken, Gedanken und Erinnerungen im Gepäck. 

Das Relipäd-Seminar war weit mehr als eine schulische Veranstaltung. Es war eine intensive Auszeit, ein Ort für Begegnung, für Glaubensfragen, für Kreativität und für Gemeinschaft. Wer im nächsten Jahr die Chance hat, an diesem Seminar teilzunehmen, sollte sie unbedingt nutzen – denn diese vier Tage bleiben im Kopf, im Herzen und machen Lust auf mehr. 

Tom Sailer, Berufspraktikant

Unsere Weihnachtsfeier – Gemeinsam das Jahr ausklingen lassen

Unsere Weihnachtsfeier – Gemeinsam das Jahr ausklingen lassen

In festlicher Atmosphäre feierte unsere Schulgemeinschaft eine stimmungsvolle  Weihnachtsfeier, die von der SMV mit viel Engagement und Kreativität geplant und gestaltet wurde. Nach klasseninternen Feiern am Morgen, kamen die Studierenden und Dozent/-innen zur gemeinsamen Feier in der Aula zusammen. Nach der musikalischen Einstimmung begrüßten die Studierendensprecher/-innen alle Anwesenden, gefolgt von einer wertschätzenden Rede der Schulleitung. Musikalische Highlights setzten die Bands „Mafafafah“ und „SiXn’OAh!“, die mit ihren Songs für Gänsehautmomente und eine positive, hoffnungsvolle Stimmung sorgten. Ein besonderer Programmpunkt war das liebevoll gestaltete Puppen- und Schattentheater, das in einem Routiersystem von mehreren Kursen besucht wurde und das Publikum mit Kreativität und Fantasie begeisterte. Spielerische Aktionen der SMV lockerten das Programm weiter auf und stärkten das Gemeinschaftsgefühl. Den emotionalen Abschluss bildete das gemeinsame Singen, bei dem die gesamte Schule noch einmal zusammenkam, bevor die SMV die Feier offiziell verabschiedete. Diese Weihnachtsfeier zeigte eindrucksvoll, was möglich ist, wenn viele Hände zusammenarbeiten: Musik, Theater, Begegnung und Gemeinschaft machten diesen Vormittag zu einem besonderen Erlebnis und zu einem schönen Abschluss des Jahres.

Autorinnen: Denise Schmitt und Julia Daniel

Zukunftsforum spendet ans Tierheim

Zukunftsforum spendet ans Tierheim

Das Zukunftsforum hat im November einen Spendenaufruf für das Tierheim in Aschaffenburg gestartet. Hierbei sind einige Sachspenden zusammengekommen. Zudem konnte eine Geldspende in Höhe von 200 Euro durch Verkäufe von fairen Produkten am Tag der offenen Tür sowie an Nikolaus gesammelt werden. Das Tierheim freut sich jederzeit über Spenden, wodurch ihre Arbeit unterstützt wird, sich für Tierschutz einzusetzen und dabei zu helfen, für Tiere ein schönes Zuhause zu finden. Das Zukunftsforum bedankt sich ganz herzlich bei allen Mitschüler:innen, die sich bei der Spendenaktion beteiligt haben.
Hannah (HK D) und Johanna (HK A)

Start im Tanz- & Kostümteam

Start im Tanz- & Kostümteam

Verantwortung übernehmen für Choreografien und Kostüme, das werden in diesem Jahr neun Studierende aus dem Grund- und Hauptkurs. Sie machen mit ihrem Engagement unser Musical möglich. Begleitet von Frau Frankenberger und Frau Keitel werden für Shrek aktiv (von links nach rechts): Luan, Lena, Lucy, Hannah, Eva, Joleen, Emma, Hanna und Miray. Mit einem ersten Treffen haben die Vorbereitungen begonnen.

Sozialer Weihnachtsmarkt

Sozialer Weihnachtsmarkt

Am Sonntag fand im Garten des Kapuzinerklosters ein besonderer Weihnachtsmarkt statt: Rund 20 kirchliche und soziale Organisationen boten an Ständen Schönes, Handgemachtes und verschiedene Leckereien an, deren Erlös zu 100% den teilnehmenden Organisationen zugutekam. Die AG Zukunftsforum der Faks war dieses Jahr zum ersten Mal dabei und bot etwas Besonderes für die kleinen Besucher: kostenlos konnten sie Weihnachtsbäume basteln und gleich drei weihnachtlichen Kamishibais zuhören.

Basiskompetenzen im SEJ

Basiskompetenzen im SEJ

Unsere pädagogische Arbeit basiert auf dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BayBEP), der die Weichen für die optimale Entwicklung der Kinder in den Praxiseinrichtungen stellt. Doch wie vermittelt man komplexe theoretische Grundlagen spannend und praxisnah?

Unsere aktuellen Erzieherpraktikant/-innen haben sich damit in den letzten Unterrichtsstunden beschäftigt und die Basiskompetenzen des BayBEP – wie etwa die motivationale Kompetenz, soziale Kompetenze, lernmethodische Kompetenz oder die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) – aktiv und spielerisch erarbeitet. Gemeinsam wurde danach herausgearbeitet, welche Kompetenzen gefördert worden sind und wie dies in der alltäglichen praktischen Arbeit umgesetzt werden kann.

Tag der offenen Tür an der Fachakademie für Sozialpädagogik Aschaffenburg – Einblicke in gelebte Pädagogik und praxisnahe Ausbildung

Tag der offenen Tür an der Fachakademie für Sozialpädagogik Aschaffenburg – Einblicke in gelebte Pädagogik und praxisnahe Ausbildung

Am Samstag, den 25. Oktober 2025, öffnete die Fachakademie für Sozialpädagogik in Aschaffenburg von 10 bis 14 Uhr ihre Türen für alle Interessierten. Das Schulgebäude verwandelte sich in einen lebendigen Ort des Austauschs, der Inspiration und der gelebten Pädagogik.
Schon am Vormittag füllten sich die Flure mit Besucherinnen und Besuchern – darunter Schülerinnen und Schüler, Eltern,  pädagogische Fachkräfte sowie junge Menschen mit Interesse an einer Ausbildung im sozialen Bereich. Empfangen wurden sie von engagierten Studierenden, die mit viel Herzblut durch die Räumlichkeiten führten und persönliche Einblicke in ihren  Ausbildungsalltag gaben.
Im Mittelpunkt stand die Vorstellung der dreigliedrigen Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher: vom sozialpädagogischen Einführungsjahr über zwei Jahre an der Fachakademie mit begleitenden Praktika bis hin zum Berufspraktikum. Lehrkräfte erläuterten die formalen Voraussetzungen und vermittelten Einblicke in pädagogische Konzepte wie beispielsweise Montessori, Reggio und inklusive Ansätze. Auch die enge Kooperation mit Kindertagesstätten, Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe wurde als zentraler Bestandteil der praxisnahen Ausbildung betont.
Ein Highlight waren die offenen Gesprächsrunden, in denen Interessierte Fragen zu Bewerbung, Praktikum und  Berufsperspektiven stellen konnten. Studierende und Dozierende gaben ehrliche und motivierende Antworten – und vermittelten ein authentisches Bild vom Leben und Lernen an der Akademie.
Begleitet wurde der Tag von einem kreativen Rahmenprogramm: In den Fachräumen für Musik, Kunst und Naturwissenschaften konnten Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden – basteln, singen, experimentieren und diskutieren. Die Vielfalt spiegelte den pädagogischen Geist der Akademie wider: offen, partizipativ und praxisorientiert. Für das leibliche Wohl sorgte ein liebevoll organisiertes Café mit selbstgebackenen Kuchen und Kaffee.

Geschafft! Die FakS hat vier zertifizierte Marte Meo – Praktikerinnen

Geschafft! Die FakS hat vier zertifizierte Marte Meo – Praktikerinnen

Schon lange beschäftigt sich das Team der Sozialpädagog/-innen mit der Methode MARTE MEO nach Maria Arts. Vier Kolleginnen sind nun ein Stück des Weges, diese Methode in die Ausbildung zum/zur Erzieher/-in zu integrieren, gegangen.
Marte Meo (zu Deutsch „aus eigener Kraft“) ist eine Methode der gezielten und kleinschrittigen Auswertung von Interaktionen anhand von Videosequenzen. Diese bewusste Form des Rückblicks ermöglicht ein genaues Hinsehen und einen Perspektivwechsel. Sie hilft, Bedürfnisse und Verhalten von Menschen jeglichen Alters besser zu verstehen. Erkannte Initiativen und Ressourcen  werden gezielt genutzt, um die jeweiligen Personen bewusst und gezielt in ihrer Entwicklung zu unterstützen.
Die Niederländerin Maria Aarts entwickelte vor über 30 Jahren die Methode Marte Meo. Sie spricht von einer „Goldmine“, die in jedem von uns steckt und die nur gehoben werden muss. Die Methode bietet in diesem Zusammenhang ein Vergrößerungsglas für
Ressourcen. Der Fokus liegt auf gelungener Kommunikation und dem Interesse daran, die Botschaft hinter gezeigten Verhaltensweisen zu verstehen.
Der Einsatz dieser Methode ist an der FakS in allen Ausbildungsabschnitten möglich. Gleichzeitig ist sie kompatibel mit allen Arbeitsfeldern und bei unterschiedlichsten Zielgruppen gewinnbringend einsetzbar.
Wir freuen uns über die erfolgreiche Zertifizierung von vier PMG/SPP-Dozentinnen zu Marte Meo Praktikerinnen. Begleitet wurde die Gruppe durch die langjährig erfahrene Marte Meo Supervisorin Helga Fischer-Kempkens (https://www.martemeo-aschaffenburg.de/), die in und rund um Aschaffenburg bereits seit 2010 erfolgreich die Marte Meo Methode verbreitet. Die Zusammenarbeit mit ihr war sehr gewinnbringend und das große Interesse daran, die Ausbildung speziell auf den Kontext FakS abzustimmen, war außerordentlich bereichernd.
Um die Möglichkeiten der Methode in der Erzieherausbildung vollständig ausschöpfen zu können, steht die nächste Etappe bevor: die Weiterbildung zu Marte Meo Trainerinnen. Damit kann die Grundlage geschaffen werden, das selbst erworbene Anwendungswissen in die Ausbildung zu tragen und Auszubildende dabei zu begleiten, sich die Methode anzueignen. Eine Vision zur Erweiterung des Schulprofils ist es, die Weiterbildung zum/ zur Marte Meo Praktiker/-in (Practicioner) im Rahmen der Ausbildung zum/ zur Erzieher/-in an der FakS Aschaffenburg anzubieten. Damit könnten die Studierenden ein international
anerkanntes Zertifikat erwerben und sich zusätzliches Handwerkszeug zur gezielten Interaktionsanalyse für ihren angestrebten Beruf erarbeiten.

Rebekka Frankenberger, Melanie Giegerich, Maren Steier und Corinna Keitel