Warum möchte ich Erzieherin werden – und wie bin ich auf diesen Berufswunsch gekommen? Mit diesen Fragen haben sich die Erzieherpraktikant/innen im SEJ in ihren ersten Stunden an der FakS beschäftigt. Dabei wurde schnell deutlich: Die Wege in die Ausbildung sind ganz unterschiedlich.
Manche wussten schon früh, wohin ihr Weg führen sollte: „Ich wusste schon im Kindergarten, dass ich Erzieherin werden wollte.“ Andere hatten zunächst ganz andere Pläne – etwa eine Laufbahn bei der Bundeswehr oder als Flugbegleiterin.
Auch kleine Begegnungen können eine große Wirkung haben. Eine Erzieherpraktikantin erinnerte sich an die strahlenden Kinderaugen, wenn sie beim Drogeriemarkt ein Traubenzucker bekamen. Für andere spielte das persönliche Umfeld eine wichtige Rolle: Der eigene Partner oder die Eltern bestärkten sie in ihrem Berufswunsch. Und wer bereits in der Jugendarbeit aktiv ist, bringt oft schon wertvolle Erfahrungen und großes Interesse an der Arbeit mit jungen Menschen mit.
So verschieden die Geschichten auch sind, sie zeigen: Es gibt nicht den einen Weg in den Erzieher/-innenberuf. Was die Erzieherpraktikant/-inenn verbindet, ist die Motivation, Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zu begleiten und ihre Entwicklung mitzugestalten. Die ersten Stunden in dem Fach Praxis- und Methodenlehre boten Gelegenheit, diesen persönlichen Beweggründen nachzugehen – und die vielfältigen Erfahrungen der Gruppe kennenzulernen.